Die ElektroMyoGraphie (EMG) ist die Aufzeichnung der elektrischen Aktivitäten, die erzeugt werden, wenn sich Muskeln zusammenziehen. Muskelkontraktion wird von Motoneuronen im Rückenmark ausgelöst. Wenn das Motoneuron ein Kontraktionssignal an den Muskel sendet, werden von den Muskelzellen elektrische Aktivitäten erzeugt. Das EMG zeichnet die Gesamtaktivität vieler gleichzeitig feuernder motorischer Zellen auf.

Für die sEMG-Messung werden Elektroden auf der Haut über dem Muskelbauch des fraglichen Muskels angelegt. Das EMG-Rohsignal wird normalerweise weiterverarbeitet, bevor es nutzbringend interpretiert werden kann. Die gebräuchlichsten Signalanpassungen sind Signalverstärkung und -filterung. Weil das Signal häufig sehr schnell ist und transiente Veränderungen aufweist, wird es oft gemittelt und geglättet.

Der Frequenzbereich des Roh-EMG reicht von 20 bis 500 Hz. Bei der EMG Messung in Herznähe (z. B. wenn das EMG des oberen Trapezmuskels gemessen wird) ist auf EKG Artefakte zu achten. Das EKG stört normalerweise zwischen 20-80 Hz. Daher arbeitet die BioTrace+ Software mit Schirmen, die einen Frequenzbereich von 100-500 Hz abdecken, wie es im EMG Schirm für den oberen Trapezmuskel der Fall ist. Bei der Messung anderer Muskel, wie dem Frontalis Muskel, ist dagegen keine EKG Korrektur erforderlich und es wird das 20-500 Hz EMG angezeigt.

Geräte für die sEMG-Messung

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