Langsame kortikale Potentiale (SCPs, Slow Cortical Potentials) sind sehr langsame elektrische Verschiebungen der Hirnaktivität. Diese Potentiale ändern sich periodisch von elektrisch negativ zu elektrisch positiv und spielen bei der Regulierung der Aufmerksamkeit eine wichtige Rolle. Eine Negativverschiebung im SCP Signal stellt die Aktivierung der Hirnrinde dar, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Erhitzung in den entsprechenden kortikalen Bereichen. Eine positive Verschiebung repräsentiert eine Hemmung des Kortex und eine Abnahme der Erhitzungswahrscheinlichkeit. Ein gut erforschter negativer SCP ist das Erwartungspotential (engl. Contingent Negative Variation, CNV), in dem sich Erwartungshaltung, Motivation, Handlungsintention oder Aufmerksamkeit spiegeln können.

SCPs sind DC-Verschiebungen im EEG und dauern von 300 ms bis zu einigen Sekunden. Das SCP selbst hat keinen absoluten DC-Pegel, es liegt immer eine relative Änderung gegenüber dem Ausgangspunkt im DC-Potential des EEG vor. SCPs werden mit einer EEG-Elektrode auf der Kopfhaut unter Verwendung eines echten DC-Verstärkers gemessen. Da das SCP-Signal gegen Artefakte sehr anfällig ist, muss für (insbesondere vertikale) Augenbewegungen eine Korrektur vorgenommen werden. NeXus verwendet einen einzigartigen SCP-Sensor mit zwei aktiven EEG Elektroden, die für die Messung des SCP-Signals zu einer Elektrode kombiniert wurden. Dieses kombinierte Signal bezieht sich in einem Zwei-Kanal-Setup sowohl auf A1 als auch auf A2. Dabei werden horizontale Augenbewegungen online ausgeglichen und aus dem EEG-Signal herausgerechnet.

Geräte für die SCP-Messung.

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