Hautleitwert

Hautleitfähigkeit (HLF, engl. skin conductance, SC) ist die Messung der elektrischen Leitfähigkeit der Haut. Diese Messung spiegelt den Grad psychologischer oder physiologischer Erregung, ausgelöst durch Kognition oder Emotionen. Die Leitfähigkeit der Haut wird mit zwei Elektroden gemessen, vorzugsweise an den Fingern oder an der Hand. Es fließt ein wenig Strom von der einen zur anderen Elektrode. Der angeschlossene Sensor misst die Leitfähigkeit des Stroms, der durch diesen Kreis fließt.

Die Messung der Hautleitfähigkeit basiert auf dem folgenden Mechanismus: Spezielle Schweißdrüsen (die ‘ekkrinen Schweißdrüsen’ auf den Handflächen und Fußsohlen) reagieren primär, wenn das sympathische Nervensystem im Körper aktiviert ist. Je mehr der Körper aktiviert ist, desto mehr Schweiß wird von diesen Drüsen ausgeschieden. Da Schweiß aus Salzwasser besteht, das elektrische Signale leiten kann, gilt deshalb: Je mehr Schweiß produziert wird, umso höher ist der Stromfluss.

Hautleitfähigkeit ist eine Möglichkeit zur Messung der elektrodermalen Aktivität (EDA). EDA ist eine häufig verwendete Messung, da sie nicht-invasiv ist und schnell auf emotionale und psychische Reize reagiert. Historisch wurde EDA im Lügendetektor verwendet. Heute wird EDA häufig in psychophysiologischen Studien und Behandlungen eingesetzt.

Geräte für die Messung der Hautleitfähigkeit

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