EOG (ElektroOkuloGraphie) misst die Augenbewegung. Dabei werden Bewegungen mithilfe von in Augennähe angebrachten Elektroden erkannt. Es wird unterschieden zwischen vEOG (vertikale Augenbewegung, nach oben und unten schauen) und hEOG (horizontale Augenbewegung, nach links und rechts schauen). Die EOG-Messung ist nicht-invasiv und erfolgt manchmal zusammen mit einer EEG-Messung oder mit Neurofeedback-Training.

Das menschliche Auge fungiert als ein elektrischer Dipol: Es hat vorne eine positive Ladung (Hornhaut) und hinten eine negative Ladung (Retina). Durch Anbringen von zwei Elektroden im elektrischen Feld des Auges (entweder über oder unter dem Auge oder rechts und links davon) wird die Differenz zwischen den elektrischen Ladungen gemessen. Wenn sich das Auge bewegt, werden bei der EOG-Messung Änderungen der elektrischen Ladung zwischen Hornhaut und Retina festgestellt. Daraus kann die Augenbewegung abgeleitet werden.

Bei Verwendung des EOG-Signals spielt die Frequenz des Signals nur eine untergeordnete Rolle. Für die Interpretation des Signals wird die Form (Morphologie) und Amplitude des Signals betrachtet. EOG wird gewöhnlich zusammen mit EEG gemessen. Langsame Augenbewegungen in der vertikalen Achse (nach oben und unten schauen) können vertikale Verschiebungen des auf der Kopfhaut gemessenen EEG-Signals bewirken. Augenzwinkern erscheint im vEOG Signal als Spitze.

Geräte für die EOG-Messung

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